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28.04.2016, 13:00 Uhr | CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg
Dierk Homeyer: Politik muss Strukturwandel aktiv gestalten
Zukunft der Lausitz
Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat seine Braunkohlesparte an das tschechische Unternehmen EPH verkauft. In einer aktuellen Stunde über die Zukunft der Lausitz sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dierk Homeyer, dass mit EPH ein Konzern die Tagebaue und Kraftwerke übernehme, der in Deutschland bewiesen habe, dass er das Geschäft der Braunkohleförderung und –verstromung beherrsche. „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Braunkohlebergbau irgendwann seinem Ende zugehen wird. Der Strukturwandel in der Energiewirtschaft hat längst begonnen“, sagte Homeyer.
Fordert von der Landesregierung eine Bündelung der Kräfte und einen Lausitzplan - Dierk Homeyer, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg.
Potsdam -
Keine andere Region in Brandenburg stünde vor vergleichbaren Herausforderungen, betonte Homeyer. „Eine moderne, funktionierende Infrastruktur – seien es Straßen- und Schienennetz oder Telekommunikations- und Breitbandversorgung – ist für die Zukunftsgestaltung unverzichtbar.  Die Menschen in der Lausitz erwarten zu Recht eine Perspektive, wie es ohne Braunkohle in der Region weitergehen soll.
 
Für die Gründung der Innovationsregion Lausitz GmbH haben Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und die Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg eine Million Euro bereitgestellt. „Die Wirtschaft geht mit gutem Beispiel voran, nun ist das Land in der Pflicht“, forderte Homeyer. „Vor allem in einer abgestimmten Förderlandschaft mit Sachsen, einer engeren Kooperation mit den wissenschaftlichen Einrichtungen unseres Landes und den Unternehmen sehe ich große Möglichkeiten, neue Geschäftsfelder zu erschließen, innovative Produkte zu entwickeln und hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen. Die Landesregierung muss die Kräfte bündeln. Was gebraucht wird, ist ein Lausitzplan!“